Treffen der Schulleitungs-Teams im Kloster Maulbronn

12. + 13. April 2024, Kloster Maulbronn

Lernen für die Welt von morgen – so lautete das Thema unserer diesjährigen Veranstaltung in Anlehnung an den Untertitel des Buches unserer Referentin VERENA FRIEDERIKE HASEL „Das krisenfeste Kind“ (2023)!

Wir konnten in diesem Jahr zu Gast sein im Kloster Maulbronn – einem UNESCO Weltkulturerbe! Dieser besondere Ort lässt einen in einer anderen Welt sein – und das hat Wirkung. Ephorus Gerhard Keitel sagen wir einen großen und herzlichen Dank für seine Gastfreundschaft und die Führung durch die Schule und Klosteranlage! Über zahlreiche interessierte Teilnehmer/-innen haben wir uns sehr gefreut.

Schulleitungs-Teams besuchen Kloster Maulbronn - Kapelle

Am Freitagnachmittag standen Vortrag und Austausch mit der Referentin VERENA FRIEDERIKE HASEL im Mittelpunkt. Als Psychologin, Drehbuchautorin und Journalistin hat sie zahlreiche Schulen in Finnland, Neuseeland und Deutschland besucht.

Die zentralen Fragen waren: Auf welche Fähigkeiten wird es zukünftig ankommen, wenn die gesellschaftlichen Herausforderungen insgesamt zunehmen und Künstliche Intelligenz immer mehr Aufgaben übernehmen kann? Wie kann jungen Menschen in der Schule Selbstregulation, Kreativität, Gemeinschaftssinn und Kommunikationsfähigkeit vermittelt werden?

Das Credo von Verena Hasel ist, nicht zu klagen, sondern zu handeln! Ihre Aussagen und Forderungen belegte sie mit konkreten Beispielen und Erfahrungsberichten.

Sie ist der Meinung, dass wir in Deutschland über die falschen Dinge diskutieren. Diese Aussage adressiert sie auch an die Eltern. Verena Hasel plädiert dafür, sich wissenschaftliche Erkenntnisse zu eigen zu machen und als Grundlage zu sehen für Entscheidungen und Maßnahmen.

Die Betonung der zentralen Rolle eines Lehrers/einer Lehrerin, auf die insbesondere auch der Neuseeländer John Hattie studienbasiert hingewiesen hat, ist auch für Verena Hasel wichtig.

Verena Hasel plädiert dafür, „KI zu umarmen“ und sich der digitalen Assistenten zu bedienen, aber sich insbesondere auch bewusst zu machen und zu vermitteln, was das genuin Menschliche ist und dieses zu stärken.

Weitere wesentliche Aspekte, die vor allem auch in dem sich anschließenden Austausch angesprochen und vertieft wurden, waren: Fächerübergreifendes Lernen – „Das Leben in die Schule holen!“ sowie auch „Schule nach draußen verlegen!“ – Autonomie und Kooperation sind kein Widerspruch / Kooperationstreffen verstärken und kollegiale Hospitation ermöglichen – Bildung von multiprofessionellen Teams – Lebenslanges Lernen auch für Lehrer/-innen / Berufsbegleitende Fortbildungen, die an den Bedürfnissen der Lehrer/-innen orientiert sind und den aktuell gegebenen Herausforderungen Rechnung tragen.

Bei einem gemeinsamen Abendessen wurde der Austausch fortgesetzt. Den zweiten Begegnungs-Tag haben wir begonnen mit einer Andacht – gehalten von Ephorus Gerhard Keitel – im Chorgestühl der Klosterkirche. Im Anschluss fand dann eine Führung durch Klosteranlage und Schule statt, die alle Teilnehmer/-innen mit großem Interesse und Freude wahrnahmen. Eine kurze Sitzung schloss sich an, bei der ein Rückblick auf Vortrag und Austausch am Vortag sowie insbesondere die Berichte aus den Schulen im Mittelpunkt standen. Das sonnige Wetter lud dazu ein, vor der Rückfahrt noch eine wohltuende Auszeit im Klosterbereich zu verbringen.

Sonja Spohn – Vorsitzende des Evangelischen Schulbundes in Südwestdeutschland

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